Von nichts kommt nichts!

Wie sieht es bei euch aus: Habt ihr viel trainiert in letzter Zeit? Ich für meinen Teil hab es in den letzten beiden Jahren etwas schleifen lassen mit den gezielten, regelmäßigen Trainingseinheiten in der Halle. Eigentlich habe ich mehr Ruhetage gemacht um immer fit für die Fahrten an den Fels zu sein. Gebracht hat’s mir im Nachhinein überhaupt nichts. Meistens war ich dann doch zu schwach für die Projekte und bin mit leeren Taschen wieder nach Hause gefahren. Das kann manchmal ganz schön frustrierend sein, vor allem, weil Boulder im Grad 8A scheinbar schon so gut wie jedermann täglich im Spaziergang zu seiner Tickliste hinzufügt.


Im Nachhinein ist man aber ja bekanntlich schlauer. Deshalb bin ich seitdem mein Praktikum bei Bergzeit beendet ist wieder voll und ganz motiviert mich auch regelmäßig zu schinden, auch wenn dafür ein Tag am Fels mal nicht so gut läuft, weil man noch nicht ganz erholt ist. War ja vorher auch nicht anders und das Naturerlebnis bleibt so oder so erhalten. Jedenfalls die Ausbeute spricht für sich. Denn seitdem ich mich wieder regelmäßig auch am Campusboard etc. austobe, purzeln die schweren Begehungen fast schon mit Leichtigkeit. Beim Durchstieg fühlen sich die 8B Boulder zwar immer noch sack schwer an, aber an der Crux entscheidet eben, wie weit man über dem Zug drüber steht, ob man den Boulder macht oder nicht. RiverbedBei ‚Riverbed‘ im Magic Wood beispielsweise konnte ich vor zwei Jahren schon gut alle Züge machen und von Vorne bis zum Ende des Dachs klettern. Für den einen und entscheidenden Zug war ich damals aber einfach noch einen ticken zu schwach und bin immer wieder an der selben Stelle abgeflogen. Dieses Jahr gingen alle Einzelzüge etwas leichter von der Hand und siehe da, ich konnte meine persönliche Highlightlinie endlich durchsteigen, nachdem ich in 2013 nicht einmal in den magischen Wald gekommen war. Seitdem läuft es auch im Gym wieder einwandfrei. Ich knechte mich so oft ich motiviert bin und wenn der Körper mal ‚Nein‘ signalisiert, dann lass ich es eben sein. Ergebnis davon ist. Ich verbringe zwar weniger Tage am Fels. Bzw. besser gesagt, ich verbringe nur die Tage am Fels, an denen ich mir einigermaßen sicher bin, dass die Bedingungen auch schwere Begehungen zulassen. Jetzt fühle ich mich fitter denn je und mache meine Projekte verhältnismäßig schnell. Vergangenen Freitag, musste ich mich zwar leider der Feuchtigkeit in der ‚Diesseits von Jena‘ + ‚Antonator‘ Kombi zweimal nach den Schlüsselzügen geschlagen geben, aber allein dort zweimal drüber zu kommen spricht schon für den aktuellen Fitness-stand. Und heute wurde ‚The Exploited‘ im Sundergrund nieder gerungen. Es hat sich zwar nach einsetzendem Regen ähnliches angedeutet wie vergangenen Freitag in Kochel. Dem Petrus sei Dank wurde mir aber heute eine Regenpause gegönnt, in der ich diesen geilen Boulder dann doch noch on Top klettern konnte. Und ich bin mir sicher, diesen Winter wird noch der ein oder andere Boulder, der mir in der Vergangenheit einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, auf meine Liste geschrieben.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s