Die Continuum Pant

Eine Hose für die wirklich wichtigen Dinge im Leben

Wenn im kalifornischen Carlsbad neue Produkte designet werden, hat das meist Hand und Fuß. Jahrelange Erfahrung der Mitarbeiter und Athleten werden mit berücksichtigt, um ein Produkt zu formen, welches den Markt nachhaltig bereichert. Die Rohstoffe zur Fertigung der neuen Produktlinien werden penibel ausgewählt und sind nachweisbar ökologisch nachhaltig. Ab Herbst 2014 ist die Continuum Pant, eine Kletterhose mit ’nicht mehr ausziehen wollen Garantie‘ in den Läden erhältlich. Thomas Lindinger hat sie bereits auf Herz und Nieren geprüft und schildert seine Eindrücke.


Born from the experience®

Als ich die Continuum Pant zum ersten mal auf der ISPO im Frühjahr 2014 gesehen habe, war mir schon klar, dass diese Hose zu meinen Favoriten in Sachen Kletterbekleidung zählen wird. Alle kleinen Details die den Prana Hosen bisher zur perfekten Kletterhose gefehlt haben, wurden gut durchdacht an ihr untergebracht. Dazu zählen für mich z.B. der Gummizug am Beinsaum, ein großer Keil vom Schritt bis zu den Knöcheln und viele weitere Kleinigkeiten. Sie vereint dabei die besten Eigenschaften von anderen Klassikern. Sie ist robust wie etwa die Bronson Pant. Lässig geschnitten wie die luftig leichte Sutra Pant. Ist vorwiegend aus organischer Baumwolle. Und sieht auch richtig stylisch aus. Die Amerikaner bezeichnen ihren Look gerne als ‚Europäisch‘, wegen der kontrastreichen Taschen auf der Hinterseite. Perfekt also um mit ihr in unseren Kletterhallen und -gebieten gut anzukommen. Aber nicht nur der Look ist dem europäischen Raum angepasst worden…

Der Schnitt
Ein Problem an Hosen aus den Vereinigten Staaten ist ja oftmals der Schnitt. Sie sind bei passender Beinlänge obenrum einfach zu weit für den Durchschnitts-Europäer. Genauso ging es mir auch schon bei Prana Hosen. Die Freemont Pant zum Beispiel, welche ich wegen ihrer Unzerstörbarkeit in den letzten zwei Jahren viel verwendet habe, war mir am Bund einfach ein bisschen zu weit. Mit einem angenehmen Gürtel hat sich dieses Problem zwar leicht beseitigen lassen, aber ideal ist dann beim Klettern doch etwas anderes. Zum Glück ist diese Tatsache bei der Entwicklung der neuen Kletterhosen von Prana mit eingeplant worden. Die Continuum passt mir sogar mehr oder weniger wie auf den Laib geschneidert. Am Bund sitzt sie von Haus aus gut und lässt sich über das ‚internal waist band chinch system‘, also ein Gurt ähnliches System noch in der Weite regulieren. Es kann zusätzlich aber auch noch ein Gürtel getragen werden. Zum Vergleich: die Strech Zion Pant fällt sehr ähnlich aus. Diese passt mir in Größe S genauso gut, wie die Continuum in Größe 30.

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Ansonsten ist die Continuum für Prana Verhältnisse recht lässig geschnitten. Das macht sich zum einen beim Look, welcher aber trotzdem noch, wie für Prana üblich angenehm schlicht ausfällt bemerkbar. Und zum anderen beim Tragekomfort, bzw. der Bewegungsfreiheit, welche fürs Klettern und Bouldern von größerer Bedeutung sind. Es gibt kaum eine Verrenkung, welche die Continuum Pant nicht mit machen kann, was sehr löblich ist, sofern man bedenkt, dass sie aus sehr widerstandsfähigem Material gefertigt ist. Trotzdem macht eine Gegenüberstellung nur mit anderen ‚festen‘ Hosen einen Sinn. Luftige Kletterhosen welche ausschließlich für den Sommer konzipiert sind, vermitteln nochmal ein anderes Gefühl an Leichtigkeit. Die ebenfalls neue Ecliptic Pant spürt man zum Beispiel fast nicht auf der Haut, geschweige denn bei abgefahrenen Bewegungen. Dafür ist sie aber auch viel dünner und eignet sich nur bei wärmeren Temperaturen für outdoor Aktivitäten bzw. nur bedingt für ’special moves‘ wie Knieklemmer etc…

Der erste Blick
Wenn man die Continuum Pant das erste mal erblickt fallen einem zunächst mal die kontrastreichen Details auf der Hinterseite und an den Gürtellaschen auf. Funktional bringen die einem zwar herzlich wenig, optisch sind sie dafür das i-Tüpfelchen. Des weiteren überzeugt das farblich gut abgestimmte Prana Emblem am linken Hosenbein und der ‚Rock Canyon‘ Aufdruck an der rechten Tasche.

Screenshot 2014-09-20 19.29.46Erhältlich ist sie in der Herbstkollektion in vier schönen Farbkombinationen. Da wäre Sahara, ein ansehnlicher Gelbton mit dunkelgrauen Taschen. Dann Henna, ein Rost ähnliches Rot mit braunen Taschen. Deep Teal für die Blauliebhaber unter euch, mit grauen Taschen. Und zu guter letzt Dark Khaki, also eine hellere Hose mit grau-braunen Taschen. Meine beiden persönlichen Favourites sind Sahara und Dark Khaki. Die gelbe kombiniere ich gerne mit einem andersfarbigen Oberteil, an Tagen an denen ich zum Beispiel auffällig auf Boulderfotos rüber kommen möchte. Das Joshua Tree Shirt und Montana Shirt sehen dazu beispielsweise spitze aus. Und die Dark Khaki, wenn es mal schlichter seien soll, dann aber auch gerne mit gerade genannten Shirts.

Der zweite Blick
Wenn man den entscheidenden zweiten Blick riskiert, entdeckt man viele schöne und hilfreiche Details, die diese Kletterhose gegenüber der Konkurrenz auszeichnen.
Für mich sehr wichtig ist der Gummizug an den Beinsäumen, denn es gibt nichts nervigeres, als ständig auf der Hose herum zu trampeln oder im entscheidenden Versuch in einem Projekt auf der Hose zu hooken. Idealer Weise ist der Gummizug bei der Continuum Pant innen wendig und fällt deshalb optisch gar nicht auf. Und das Plastikteilchen zum verstellen der Beinweite ist auch noch an der Hose fixiert und baumelt nicht in der Gegend herum.Gummizug am HosensaumNoch bedeutsamer bei einer Kletterhose ist der Zwickel an der Beininnenseite. Bei der Continuum reicht dieser sogar vom Schritt bis hinunter zu den Beinsäumen. In Kombination mit der sehr dehnfähigen Bio-Baumwolle, wird die Hose dabei enorm Beweglich und man läuft sich auch bei längeren Zustiegen oder Wanderungen garantiert keinen Wolf. Im Schritt, sind zusätzlich in den Keil vier kleine Löcher eingearbeitet, damit die Luft in diesem Bereich besser Zirkulieren kann und man bei sportlicher Aktivität nicht so leicht ins Schwitzen gerät. Gerade bei wärmeren Temperaturen lernt man das zu schätzen.
Taschen der Continuum Pant

Der Stauraum ist auch nicht von schlechten Eltern. Insgesamt findet man sieben Taschen an der Continuum. Das gleicht in etwa dem Kofferraumvolumen eines Smart. Im Detail: es gibt zwei Taschen an der Vorderseite. Eine davon mit zusätzlicher Kleingeldtasche. Dann noch eine seitliche Einschubtasche am linken Hosenbein mit Reißverschluss. Diese eignet sich zum Beispiel gut um den Autoschlüssel aufzubewahren, sogar wenn man sportlich aktiv ist. Und zu guter Letzt die beiden großen Gesäßtaschen. Beziehungsweise sind es drei, wenn man genauer hinschaut. Eine davon befindet sich etwas versteckt hinten rechts und lässt sich auch mit einen Reißverschluss schließen. Perfekt also für den Geldbeutel. Langfinger müssten sich hier schon sehr viel Mühe geben, um das Portemonnaie dort unbemerkt heraus zu bekommen.

Und was hat Frau davon?
Eigentlich nix, außer einen gut gekleideten Freund. ABER! Es gibt natürlich auch für die Damenwelt neue Kletterhosen von Prana. Meine Freundin und meine Schwester haben sich für die Avril Pant entschieden und sind begeistert davon. Sie ähnelt der Continuum in einigen Punkten. Der Look und der Schnitt sind ebenso ‚europäisch‘ lässig. Eine vordere und eine hintere Tasche sind bunt gemustert. Ein Gummizug am Hosensaum ist auch vorhanden. Gürtelschlaufen sucht man zwar vergeblich, dafür kann man sie über ein Kordel-band fixieren.

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Und es gibt sie in drei Farbvarianten:
1. Tomato, welches in etwa der Farbe Henna bei der Continuum gleicht. Also ein sehr natürlicher Rotton.
2. Coal, ein dunkles Anthrazit das sich perfekt für den längeren Boulderurlaub eignet, weil Schmutz nicht so schnell sichtbar wird. (siehe Bilder)
3. Lemon, welches wie der Name schon sagt einem Zitrusfrucht ähnlichem Gelb entspricht.

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Falls ihr noch nicht wisst, was ihr eurer Liebsten zu Weihnachten schenken wollt, dann solltet ihr die Avril Pant zumindest in Erwägung ziehen. Den Kletterurlaub über Silvester würde sie euretwegen dann auch ohne Frostbeulen überstehen.

Fazit
Ich weiß nicht, ob es eine andere Sportart gibt, welche auch so vielseitig ist wie der Klettersport. Allein die unterschiedlichen Anforderungen vom Bouldern und Sportklettern, gepaart mit den unzähligen Bedingungen, die uns in der Natur vs. der Halle erwarten können, machen es schwer ein Produkt zu entwerfen, welches all dieser Umgebungseigenschaften gewachsen ist. Meiner Meinung nach ist es sogar unmöglich die perfekte Kletterhose, welche all jenen Anforderungen gleichzeitig gewappnet ist zu produzieren. Denn welche Hose ist zum Beispiel sowohl perfekt für die Halle im Sommer und zugleich für ne Bouldersession im Winter im Zillertal?
Nichts desto trotz hat Prana mit der Continuum und der Avril Pant Hosen designet, welche mich und meine Freundin bei unserer Leidenschaft, egal ob wir sie Out- oder Indoor ausüben vielseitig unterstützen. Lediglich im Hochsommer werde ich der Continuum vermutlich eine kurze Auszeit gönnen müssen, auch wenn sie sonst, alle mir erdenklichen Eigenschaften erfüllt, die eine gute Kletterhose erfüllen sollte. Sie ist eben eine Hose für die wirklich wichtigen Dinge in (meinem) Leben…

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Die wichtigsten Features der Continuum noch einmal auf den Punkt gebracht

  • Gummizug zur Weite Regulierung am Hosensaum
  • Gurtsystem zur Weite Regulierung am Hosenbund
  • Bürstenhalterung
  • kontrastreiches Design mit ‚Rock Canyon Print‘
  • sieben großzügige Taschen
  • Zwickel vom Schritt bis zum Saum
  • 98% Organic Cotton (Bio-Baumwolle) und 2% Lycra (Elastan)

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