3.000 Meilen zum Erfolg

Seine Ziele am Fels zu verfolgen bringt es zwangsläufig mit sich viel Zeit im Auto zu verbringen. Vor allem, wenn diese am eigenen Limit sind. Für einen Boulder aber nahezu 6.000 Kilometer zu fahren, ist auch für mich eine neue Erfahrung gewesen, die sich am Ende aber definitiv gelohnt hat.

Angefangen hat alles mit meiner Schulterverletzung. Die Diagnose: SLAP-Läsion. Typ III/IV. Heißt auf gut Deutsch eigentlich unters Messer legen, die lange Bizeps Sehne durchtrennen und am Oberarmknochen wieder fixieren lassen. Das kam für mich aber erstmal nicht in Frage. Schließlich war der Südafrikatrip bereits gebucht und die Schmerzen waren nach einmonatiger Pause auch deutlich weniger.Datei 16.11.15, 21 59 00

Nachdem ich mich nach dieser Pause wieder einigermaßen in Form gebracht hatte und die ersten 8A Boulder schnell gefallen sind, war mir klar ich möchte mich, bevor ich mich dann womöglich irgendwann operieren lassen muss, nochmal an einem für mich richtig schweren Projekt versuchen. Die Wahl fiel mir nicht sonderlich schwer. Da ich im Norden Münchens wohne und demensprechend schnell im Frankenjura bin, schwebte mir das ‚Riot Act‘ vor. Die anhaltende Kante ist anders als viele andere Boulder im Franken nicht nur eine gute Linie sondern beschränkt sich in der Schwierigkeit auch nicht nur auf zwei knallharte Züge.

Die ersten Sessions waren noch nicht so der Hammer, da der Boulder überwiegend feucht war. Um Einzelzüge auszuprobieren war mir das aber eigentlich egal. Die Bedingungen wurden  besser und ab ca. der vierten Einheit versuchte ich mich auch mal von unten. Leider hat sich damals schon angedeutet, dass das ‚Riot Act‘ zu den Bouldern im Franken gehört, bei denen man auf gute, ich betone RICHTIG gute Bedingungen lange warten kann. Das kümmert einen zwar nicht wenn man übermenschlich stark ist und es wegdrückt, auch wenn‘s schmiert. Zu dem Personenkreis zähle ich mich aber nicht.Datei 16.11.15, 16 38 38

Insgesamt hab ich an die 15 Sessions dort verbracht. An manchen Tagen hätte ich mir die Versuche zwar auch sparen können und hätte lieber etwas anderes probiert, weil die Bedingungen eben nicht gepasst haben. Die Motivation war aber meistens zu hoch und ich dachte mir: „Unverhofft kommt oft“. Einmal kam das Unverhoffte plötzlich und ich dachte ich kann den Boulder schon am 6ten Tag durchsteigen. Leider rutschte mir dann nach der Crux noch ein entscheidender Hook und ich saß wieder unverhofft auf der Matte. Dieses Szenario hat sich auch jetzt im Herbst noch zweimal Wiederholt. Mir ist nicht wieder der Hook gerutscht, aber meine Lösung für die beiden Züge danach war nicht ideal und deshalb vom Start auch nicht praktikabel. Nach einem kleinen Feinschliff wurde sie aber praktikabel und ich konnte endlich mein Jahresprojekt und damit meinen ersten 8B+ Boulder beenden.

Dieses Erlebnis und was meine Freundin und ich sonst so dieses Jahr im Franken unternommen haben, könnt ihr euch gern in folgendem Video anschauen:

Back on stage

After nearly a year I have something to wright about again. The reasons for my abstinence are various. In spring my shoulder hurt a lot and I wasn’t climbing that much. When I got back in shape I tried to push my limit and climb my first 8B+ boulder. I didn’t climb it up to date and therefore had nothing to wright about.

But when summer arrived in Europe I escaped to Rocklands again. This time with my girlfriend and some friends. I could tell you the whole story by words now, but that’s not my style. Therefore I edited a videodiary and hope you enjoy it more than written words…

Also don’t miss the second and third part. And I am glad about every feedback I get.

Stay strong…

Von nichts kommt nichts!

Wie sieht es bei euch aus: Habt ihr viel trainiert in letzter Zeit? Ich für meinen Teil hab es in den letzten beiden Jahren etwas schleifen lassen mit den gezielten, regelmäßigen Trainingseinheiten in der Halle. Eigentlich habe ich mehr Ruhetage gemacht um immer fit für die Fahrten an den Fels zu sein. Gebracht hat’s mir im Nachhinein überhaupt nichts. Meistens war ich dann doch zu schwach für die Projekte und bin mit leeren Taschen wieder nach Hause gefahren. Das kann manchmal ganz schön frustrierend sein, vor allem, weil Boulder im Grad 8A scheinbar schon so gut wie jedermann täglich im Spaziergang zu seiner Tickliste hinzufügt. Im Nachhinein ist man aber ja bekanntlich schlauer. Deshalb bin ich seitdem mein Praktikum bei Bergzeit beendet ist wieder voll und ganz motiviert mich auch regelmäßig zu schinden, auch wenn dafür ein Tag am Fels mal nicht so gut läuft, weil man noch nicht ganz erholt ist. War ja vorher auch nicht anders und das Naturerlebnis bleibt so oder so erhalten. Jedenfalls die Ausbeute spricht für sich. Denn seitdem ich mich wieder regelmäßig auch am Campusboard etc. austobe, purzeln die schweren Begehungen fast schon mit Leichtigkeit. Beim Durchstieg fühlen sich die 8B Boulder zwar immer noch sack schwer an, aber an der Crux entscheidet eben, wie weit man über dem Zug drüber steht, ob man den Boulder macht oder nicht. RiverbedBei ‘Riverbed’ im Magic Wood beispielsweise konnte ich vor zwei Jahren schon gut alle Züge machen und von Vorne bis zum Ende des Dachs klettern. Für den einen und entscheidenden Zug war ich damals aber einfach noch einen ticken zu schwach und bin immer wieder an der selben Stelle abgeflogen. Dieses Jahr gingen alle Einzelzüge etwas leichter von der Hand und siehe da, ich konnte meine persönliche Highlightlinie endlich durchsteigen, nachdem ich in 2013 nicht einmal in den magischen Wald gekommen war. Seitdem läuft es auch im Gym wieder einwandfrei. Ich knechte mich so oft ich motiviert bin und wenn der Körper mal ‘Nein’ signalisiert, dann lass ich es eben sein. Ergebnis davon ist. Ich verbringe zwar weniger Tage am Fels. Bzw. besser gesagt, ich verbringe nur die Tage am Fels, an denen ich mir einigermaßen sicher bin, dass die Bedingungen auch schwere Begehungen zulassen. Jetzt fühle ich mich fitter denn je und mache meine Projekte verhältnismäßig schnell. Vergangenen Freitag, musste ich mich zwar leider der Feuchtigkeit in der ‘Diesseits von Jena’ + ‘Antonator’ Kombi zweimal nach den Schlüsselzügen geschlagen geben, aber allein dort zweimal drüber zu kommen spricht schon für den aktuellen Fitness-stand. Und heute wurde ‘The Exploited’ im Sundergrund nieder gerungen. Es hat sich zwar nach einsetzendem Regen ähnliches angedeutet wie vergangenen Freitag in Kochel. Dem Petrus sei Dank wurde mir aber heute eine Regenpause gegönnt, in der ich diesen geilen Boulder dann doch noch on Top klettern konnte. Und ich bin mir sicher, diesen Winter wird noch der ein oder andere Boulder, der mir in der Vergangenheit einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, auf meine Liste geschrieben.

Die Continuum Pant

Eine Hose für die wirklich wichtigen Dinge im Leben

Wenn im kalifornischen Carlsbad neue Produkte designet werden, hat das meist Hand und Fuß. Jahrelange Erfahrung der Mitarbeiter und Athleten werden mit berücksichtigt, um ein Produkt zu formen, welches den Markt nachhaltig bereichert. Die Rohstoffe zur Fertigung der neuen Produktlinien werden penibel ausgewählt und sind nachweisbar ökologisch nachhaltig. Ab Herbst 2014 ist die Continuum Pant, eine Kletterhose mit ’nicht mehr ausziehen wollen Garantie’ in den Läden erhältlich. Thomas Lindinger hat sie bereits auf Herz und Nieren geprüft und schildert seine Eindrücke.

Born from the experience®

Als ich die Continuum Pant zum ersten mal auf der ISPO im Frühjahr 2014 gesehen habe, war mir schon klar, dass diese Hose zu meinen Favoriten in Sachen Kletterbekleidung zählen wird. Alle kleinen Details die den Prana Hosen bisher zur perfekten Kletterhose gefehlt haben, wurden gut durchdacht an ihr untergebracht. Dazu zählen für mich z.B. der Gummizug am Beinsaum, ein großer Keil vom Schritt bis zu den Knöcheln und viele weitere Kleinigkeiten. Sie vereint dabei die besten Eigenschaften von anderen Klassikern. Sie ist robust wie etwa die Bronson Pant. Lässig geschnitten wie die luftig leichte Sutra Pant. Ist vorwiegend aus organischer Baumwolle. Und sieht auch richtig stylisch aus. Die Amerikaner bezeichnen ihren Look gerne als ‘Europäisch’, wegen der kontrastreichen Taschen auf der Hinterseite. Perfekt also um mit ihr in unseren Kletterhallen und -gebieten gut anzukommen. Aber nicht nur der Look ist dem europäischen Raum angepasst worden…

Der Schnitt
Ein Problem an Hosen aus den Vereinigten Staaten ist ja oftmals der Schnitt. Sie sind bei passender Beinlänge obenrum einfach zu weit für den Durchschnitts-Europäer. Genauso ging es mir auch schon bei Prana Hosen. Die Freemont Pant zum Beispiel, welche ich wegen ihrer Unzerstörbarkeit in den letzten zwei Jahren viel verwendet habe, war mir am Bund einfach ein bisschen zu weit. Mit einem angenehmen Gürtel hat sich dieses Problem zwar leicht beseitigen lassen, aber ideal ist dann beim Klettern doch etwas anderes. Zum Glück ist diese Tatsache bei der Entwicklung der neuen Kletterhosen von Prana mit eingeplant worden. Die Continuum passt mir sogar mehr oder weniger wie auf den Laib geschneidert. Am Bund sitzt sie von Haus aus gut und lässt sich über das ‘internal waist band chinch system’, also ein Gurt ähnliches System noch in der Weite regulieren. Es kann zusätzlich aber auch noch ein Gürtel getragen werden. Zum Vergleich: die Strech Zion Pant fällt sehr ähnlich aus. Diese passt mir in Größe S genauso gut, wie die Continuum in Größe 30.

Ansonsten ist die Continuum für Prana Verhältnisse recht lässig geschnitten. Das macht sich zum einen beim Look, welcher aber trotzdem noch, wie für Prana üblich angenehm schlicht ausfällt bemerkbar. Und zum anderen beim Tragekomfort, bzw. der Bewegungsfreiheit, welche fürs Klettern und Bouldern von größerer Bedeutung sind. Es gibt kaum eine Verrenkung, welche die Continuum Pant nicht mit machen kann, was sehr löblich ist, sofern man bedenkt, dass sie aus sehr widerstandsfähigem Material gefertigt ist. Trotzdem macht eine Gegenüberstellung nur mit anderen ‘festen’ Hosen einen Sinn. Luftige Kletterhosen welche ausschließlich für den Sommer konzipiert sind, vermitteln nochmal ein anderes Gefühl an Leichtigkeit. Die ebenfalls neue Ecliptic Pant spürt man zum Beispiel fast nicht auf der Haut, geschweige denn bei abgefahrenen Bewegungen. Dafür ist sie aber auch viel dünner und eignet sich nur bei wärmeren Temperaturen für outdoor Aktivitäten bzw. nur bedingt für ’special moves’ wie Knieklemmer etc…

Der erste Blick
Wenn man die Continuum Pant das erste mal erblickt fallen einem zunächst mal die kontrastreichen Details auf der Hinterseite und an den Gürtellaschen auf. Funktional bringen die einem zwar herzlich wenig, optisch sind sie dafür das i-Tüpfelchen. Des weiteren überzeugt das farblich gut abgestimmte Prana Emblem am linken Hosenbein und der ‘Rock Canyon’ Aufdruck an der rechten Tasche.

Screenshot 2014-09-20 19.29.46Erhältlich ist sie in der Herbstkollektion in vier schönen Farbkombinationen. Da wäre Sahara, ein ansehnlicher Gelbton mit dunkelgrauen Taschen. Dann Henna, ein Rost ähnliches Rot mit braunen Taschen. Deep Teal für die Blauliebhaber unter euch, mit grauen Taschen. Und zu guter letzt Dark Khaki, also eine hellere Hose mit grau-braunen Taschen. Meine beiden persönlichen Favourites sind Sahara und Dark Khaki. Die gelbe kombiniere ich gerne mit einem andersfarbigen Oberteil, an Tagen an denen ich zum Beispiel auffällig auf Boulderfotos rüber kommen möchte. Das Joshua Tree Shirt und Montana Shirt sehen dazu beispielsweise spitze aus. Und die Dark Khaki, wenn es mal schlichter seien soll, dann aber auch gerne mit gerade genannten Shirts.

Der zweite Blick
Wenn man den entscheidenden zweiten Blick riskiert, entdeckt man viele schöne und hilfreiche Details, die diese Kletterhose gegenüber der Konkurrenz auszeichnen.
Für mich sehr wichtig ist der Gummizug an den Beinsäumen, denn es gibt nichts nervigeres, als ständig auf der Hose herum zu trampeln oder im entscheidenden Versuch in einem Projekt auf der Hose zu hooken. Idealer Weise ist der Gummizug bei der Continuum Pant innen wendig und fällt deshalb optisch gar nicht auf. Und das Plastikteilchen zum verstellen der Beinweite ist auch noch an der Hose fixiert und baumelt nicht in der Gegend herum.Gummizug am HosensaumNoch bedeutsamer bei einer Kletterhose ist der Zwickel an der Beininnenseite. Bei der Continuum reicht dieser sogar vom Schritt bis hinunter zu den Beinsäumen. In Kombination mit der sehr dehnfähigen Bio-Baumwolle, wird die Hose dabei enorm Beweglich und man läuft sich auch bei längeren Zustiegen oder Wanderungen garantiert keinen Wolf. Im Schritt, sind zusätzlich in den Keil vier kleine Löcher eingearbeitet, damit die Luft in diesem Bereich besser Zirkulieren kann und man bei sportlicher Aktivität nicht so leicht ins Schwitzen gerät. Gerade bei wärmeren Temperaturen lernt man das zu schätzen.
Taschen der Continuum PantDer Stauraum ist auch nicht von schlechten Eltern. Insgesamt findet man sieben Taschen an der Continuum. Das gleicht in etwa dem Kofferraumvolumen eines Smart. Im Detail: es gibt zwei Taschen an der Vorderseite. Eine davon mit zusätzlicher Kleingeldtasche. Dann noch eine seitliche Einschubtasche am linken Hosenbein mit Reißverschluss. Diese eignet sich zum Beispiel gut um den Autoschlüssel aufzubewahren, sogar wenn man sportlich aktiv ist. Und zu guter Letzt die beiden großen Gesäßtaschen. Beziehungsweise sind es drei, wenn man genauer hinschaut. Eine davon befindet sich etwas versteckt hinten rechts und lässt sich auch mit einen Reißverschluss schließen. Perfekt also für den Geldbeutel. Langfinger müssten sich hier schon sehr viel Mühe geben, um das Portemonnaie dort unbemerkt heraus zu bekommen.

Und was hat Frau davon?
Eigentlich nix, außer einen gut gekleideten Freund. ABER! Es gibt natürlich auch für die Damenwelt neue Kletterhosen von Prana. Meine Freundin und meine Schwester haben sich für die Avril Pant entschieden und sind begeistert davon. Sie ähnelt der Continuum in einigen Punkten. Der Look und der Schnitt sind ebenso ‘europäisch’ lässig. Eine vordere und eine hintere Tasche sind bunt gemustert. Ein Gummizug am Hosensaum ist auch vorhanden. Gürtelschlaufen sucht man zwar vergeblich, dafür kann man sie über ein Kordel-band fixieren.

Und es gibt sie in drei Farbvarianten:
1. Tomato, welches in etwa der Farbe Henna bei der Continuum gleicht. Also ein sehr natürlicher Rotton.
2. Coal, ein dunkles Anthrazit das sich perfekt für den längeren Boulderurlaub eignet, weil Schmutz nicht so schnell sichtbar wird. (siehe Bilder)
3. Lemon, welches wie der Name schon sagt einem Zitrusfrucht ähnlichem Gelb entspricht.

Falls ihr noch nicht wisst, was ihr eurer Liebsten zu Weihnachten schenken wollt, dann solltet ihr die Avril Pant zumindest in Erwägung ziehen. Den Kletterurlaub über Silvester würde sie euretwegen dann auch ohne Frostbeulen überstehen.

Fazit
Ich weiß nicht, ob es eine andere Sportart gibt, welche auch so vielseitig ist wie der Klettersport. Allein die unterschiedlichen Anforderungen vom Bouldern und Sportklettern, gepaart mit den unzähligen Bedingungen, die uns in der Natur vs. der Halle erwarten können, machen es schwer ein Produkt zu entwerfen, welches all dieser Umgebungseigenschaften gewachsen ist. Meiner Meinung nach ist es sogar unmöglich die perfekte Kletterhose, welche all jenen Anforderungen gleichzeitig gewappnet ist zu produzieren. Denn welche Hose ist zum Beispiel sowohl perfekt für die Halle im Sommer und zugleich für ne Bouldersession im Winter im Zillertal?
Nichts desto trotz hat Prana mit der Continuum und der Avril Pant Hosen designet, welche mich und meine Freundin bei unserer Leidenschaft, egal ob wir sie Out- oder Indoor ausüben vielseitig unterstützen. Lediglich im Hochsommer werde ich der Continuum vermutlich eine kurze Auszeit gönnen müssen, auch wenn sie sonst, alle mir erdenklichen Eigenschaften erfüllt, die eine gute Kletterhose erfüllen sollte. Sie ist eben eine Hose für die wirklich wichtigen Dinge in (meinem) Leben…

Die wichtigsten Features der Continuum noch einmal auf den Punkt gebracht

  • Gummizug zur Weite Regulierung am Hosensaum
  • Gurtsystem zur Weite Regulierung am Hosenbund
  • Bürstenhalterung
  • kontrastreiches Design mit ‘Rock Canyon Print’
  • sieben großzügige Taschen
  • Zwickel vom Schritt bis zum Saum
  • 98% Organic Cotton (Bio-Baumwolle) und 2% Lycra (Elastan)

Holiday on ice

Nachdem mein Urlaub Mitte Juni mehr oder weniger ins Wasser gefallen ist, war auch meine Motivation für jegliche Outdoor Boulderaktivitäten erstmal gleich Null. Jedenfalls bis mein Praktikumsresturlaub in der zweiten Augustwoche anstand. Die Planung auch diesmal groß. Am besten Schweiz, möglichst hoch hinaus, kühle Temperaturen und nicht schwitzen wie bei allen vorangegangenen Trainingseinheiten in der Halle. Aber was bringt jede Planung, wenn das Wetter auch diesmal in den Alpen nicht mitspielt.

Alternative? Zumindest mal einen Tag im Franken Bouldern! Dort hatte es zwar auch nicht die besten Condtions, aber immerhin war es trocken. Letztendlich wurde es ein guter Tag ‘Genußbouldern’ im schönen Frankenländle. Zwar ohne schwere Begehungen, aber damit war auch nicht zu rechnen. Seht einfach selbst:

Jetzt heißt es noch bis ende August durchhalten und schon mal auf besseres Wetter hoffen, wenn es dann gilt, den Rest der Semesterferien ausgiebig zu nutzen und die Boulderbrocken zu rocken.

Natur pur! Die Sutra Pant von Prana

Die Sutra Pant, hergestellt aus recycletem Material, ist nicht nur optisch etwas für wahre Naturburschen. Sie ist wahnsinnig robust und sitzt trotzdem angenehm leicht auf den Hüfen. Die Farbpalette der Sutra Leinenhose ist wie für Prana üblich, einigen schlichten Naturtönen nachempfunden. Perfekt also, wenn man nicht wie ein Kanarienvogel herumlaufen möchte. Die Sutra ist insgesamt die perfekte Mischung einer Boulder- und Lifestylehose für die Zeit von Frühjahr bis Herbst. Und wenn man zu den Personen gehört, deren Poren auch bei minus Graden noch nicht halt machen, dann friert man sich auch im Winter nicht den A**** darin ab.

Meine treuster Begleiter

Selbst nach drei Jahren sind nur leichte Blessuren an meiner ersten Sutra Pant zu erkennen

Selbst nach drei Jahren sind nur leichte Blessuren an meiner ersten Sutra Pant zu erkennen

Vor drei Jahren hab ich mir meine erste Sutra Pant gegönnt. Die Hose hatte es mir sofort im Laden angetan, auch wenn ich mir damals nicht sicher war, ob die dünne Leinenhose den hohen Anforderungen des Boulderalltags stand halten könne. Aber ja, sie kann es. Die Sutra von damals ist immer noch im Dauereinsatz und wird es vermutlich auch noch einige Zeit sein. Deshalb hab ich mir über die Jahre auch noch weitere Sutras zugelegt und freue mich schon auf meine nächste im Frühjahr 2015. Dann auch mal als Shorts.

Pro’s and Con’s

Einige Vorteile habe ich ja bereits erläutert. Die Sutra Pant ist robust, bequem, eignet sich zum Klettern, Bouldern und für den Alltag und man sieht darin stylisch aus, ohne zu dick aufzutragen. Der Leinenstoff ist anders als man vielleicht vermutet äußerst dehnbar und behindert auch bei abgefahrenen Bewegungen nicht. Bei der Beweglichkeit der meisten Kletterer sollte es ohnehin keine Einschränkungen durch die Hose geben. Darüber hinaus ist die Sutra in Sachen Nachhaltigkeit absolute Spitze. Welche Leinenhose hält sonst schon mehrere Jahre harte Boulderbedingungen durch? Ist aus hochwertigem und recycletem Stoff gefertigt? Und ist auch noch so zeitlos, dass sich der Trend drehen und wenden kann wie er will und man trotzdem immer angemessen gekleidet bleibt? Mir selbst fällt kein vergleichbares Exemplar ein.

Die Nachteile, sofern man sie überhaupt als solche bezeichnen kann, sind überschaubar. Für mich als spargeldürrer Hering, ist der Bund in meiner Standardgröße S bei passender Beinlänge ein wenig weit und ich fixiere die Hose lediglich über das Hanfband im Bund. Bisher hat sich die Sutra aber noch nie verflüchtigt und ich empfinde es auch nicht als störend. Das ist aber auch den Designern in Carlsbad schon zu Ohren gekommen. Deshalb wird es die Sutra in Zukunft auch in einer Langgröße geben. Die dann einfach eine Größe kleiner nehmen als gewohnt und schon sitzt sie gut am Bund ohne gleich zur Hochwasserhose zu mutieren.

Zusätzlich sollte man bei den Taschen etwas aufpassen, falls man darin Wertgegenstände transportiert. Wenn man die Sutra zum Beispiel mal ins Kino ausführt, dann ist es empfehlenswert, wenn man bevor man den Platz verlässt nochmal checkt, ob einem nicht das Handy aus der Tasche gerutscht ist. Das kann bei den senkrecht geöffneten Seitentaschen durchaus mal vorkommen. Aus klettertechnischer Sicht ist mir über die Jahre aber nichts weiter negatives aufgefallen.

Fazit

Für mich spielt es zunehmend eine wichtige Rolle, dass meine Klamotten nachhaltig produziert werden und lange bei mir im Besitz bleiben. Deshalb liebe ich meine Sutra Pants und möchte sie auch in Zukunft nicht missen. Ich selbst bin gespannt, wie lange mein erstes Modell noch hält, aber ich denke ihre Halbwertszeit ist noch nicht einmal erreicht. Wer also eine leichte Boulder- oder Alltagshose sucht, dem kann ich die Sutra nur wärmstens empfehlen. Wenn es etwas wärmeres seinen soll, was man auch im Winter ohne Hose darunter tragen kann, dann kann ich zum Beispiel die Stretch Zion Pant empfehlen. Oder aber ihr wartet noch ein bisschen, denn im Herbst kommen drei neue Pranahosen bei uns in Europa an, welche noch mehr auf die Bedürfnisse des Klettern/Bouldern ausgelegt sind. Ich bin schon gespannt!!